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Feldvögel

Nachdem wir uns aus gegebenem Anlass bereits mit den “Osterhasen” beschäftigt haben, sollen nun auch die Vögel, die auf Feldern vorkommen, angeschaut werden.
Die Bilder wurden, wie auch die Feldhasen, alle im Bösfeld aufgenommen. Diese etwa 1 km2 große landwirtschaftlich genutzte Fläche liegt zwischen den Mannheimer Stadtteilen Neuhermsheim und Hochstätt und wird im Westen, Norden und Osten durch Schnellstraßen bzw. Autobahnen begrenzt (im Osten befindet sich zusätzlich der Stadtteil Hochstätt), im Süden liegen Rangierbahnhof und die entsprechenden Gleise. Im Osten des Bösfeldes steht außerdem die SAP-Arena.

Jagdfasan / Common Pheasant / Phasianus colchicus Läuft man heute über die Felder, sieht man noch relativ häufig den Jagdfasan (Phasianus colchicus), der oft auch einfach nur Fasan genannt wird. Fasane gehören zu den Hühnervögeln und stammen ursprünglich aus dem asiatischen Raum. In Europa wurden die Vögel, der Name lässt es schon vermuten, vor allem zu Jagdzwecken eingebürgert.
Die männlichen Fasane sind recht auffällig gefärbt und machen vor allem im Frühjahr zur Fortpflanzungszeit durch lautstarke Revierrufe, denen ein geräuschvoller, weithin hörbarer Flügelwirbel folgt, auf sich aufmerksam. Die Fasanenhennen sind dagegen in diversen Brauntönen recht unauffällig gefärbt, so dass sie z.B. beim Brüten sehr gut getarnt sind. Im Frühling kann man aufgrund der noch niedrigen Vegetation mit etwas Glück den Fasanenhahn und seinen Harem bei der Futtersuche beobachten. Fasane ernähren sich zumeist von pflanzlicher Nahrung wie Sämereien und Beeren, aber auch Insekten und andere Kleintiere stehen auf dem Speiseplan.
Fasane sind Bodenbrüter, d.h., dass sie ihre Eier direkt in eine kleine Mulde im Boden legen und dort bebrüten. Die Fasanenküken gehören zu den Nestflüchtern: Schon kurze Zeit nach dem Schlüpfen können sie laufen und eigenständig Nahrung aufnehmen.

Feldlerche / Skylark / Palauda arvensis Ein weiterer typischer Vertreter der Feldvögel ist die Feldlerche (Alauda arvensis). Sie ist etwas größer als ein Spatz und zur besseren Tarnung auf dem Feld in Brauntönen gefärbt. Läuft man die Feldwege entlang, sieht man öfter nur irgendwelche Vögel vor sich auffliegen – das sind oft die Feldlerchen. Um sie sich näher anzuschauen, nimmt man am besten ein Fernglas mit und beobachtet sie aus einiger Entfernung. Im Frühling sind Feldlerchen jedoch ganz einfach an ihrem Gesang zu erkennen, den die Männchen überwiegend im Singflug vortragen. Der englische Artname “Skylark” spiegelt dieses Verhalten wider. Wie auch die Fasane haben die Feldlerchen ihr Nest auf dem Boden. Die Küken verbleiben allerdings einige Tage im Nest und werden von den Eltern gefüttert. Die Nahrung besteht im Sommer überwiegend aus tierischer Kost, während im Winter Pflanzliches gefressen wird.
Die Feldlerche ist der häufigste Offenlandvogel Mitteleuropas. Doch vor allem durch die starke Intensivierung der Landwirtschaft kam es zu dramatischen Bestandseinbußen, so dass die Feldlerche in Deutschland nun in der Roten Liste in Kategorie 3 („gefährdet“) geführt wird.

Ringeltaube / Common Wood Pigeon / Columba palumbus Neben Fasan und Feldlerche, die an Felder als Lebensraum gebunden sind, gibt es viele weitere Vogelarten, die die Feldflächen nur zur Nahrungsaufnahme aufsuchen. So kann man u.a. Ringeltauben (Columba palumbus) beobachten, die auf dem Acker nach pflanzlicher Nahrung suchen, doch auch der ein oder andere tierische Snack wird nicht verschmäht. Bei den Ringeltauben muss man etwas genauer hinsehen, denn sie können leicht mit den “Stadttauben” verwechselt werden. Unterscheidungsmerkmale sind u.a. der weiße Fleck auf den Halsseiten und das im Flug gut zu erkennende weiße Band auf dem Oberflügel.

Nutzen Sie doch das angekündigte schöne Wetter für einen Spaziergang über die Felder und schauen, welche Tiere Sie entdecken können. Wir wünschen viel Spaß dabei!

Weiterführende Links:
Fasan bei Wikipedia
Feldlerche bei Wikipedia
Ringeltaube bei Wikipedia

 

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